Tölzer Schützenkompanie
Satzung vom 20. Oktober 2017
§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr
Der Verein führt den Namen "Tölzer Schützenkompanie 1705 e. V." (im Folgenden Kompanie genannt), er ist im Vereinsregister eingetragen.
Die Kompanie hat ihren Sitz in Bad Tölz.
Vom Jahrtag traditionell am letzten Samstag im April bis zum Jahrtag im darauffolgenden Jahr geht das Geschäftsjahr.
§ 2 Zweck
Zweck der Kompanie ist die Förderung der Kultur, der Heimatpflege und der Heimatkunde und des traditionellen Brauchtums im Sinne der Abgabenordnung insbesondere aber der Erhalt und die Weitergabe der alpenländischen Sitte und des wehrhaftes Brauchtums der Vorfahren sowie die Wahrnehmung der in der jahrhundertealten Tradition begründete Verpflichtung zum Schutze und zur Pflege der Heimat und des christlichen Glaubens.
Der Zweck der Kompanie wird verwirklicht insbesondere durch kameradschaftliche heimat- und brauchtumsverbundene Veranstaltungen, Teilnahme an kirchlichen Festen sowie durch das Schießwesen. Die zur Erreichung des Vereinszwecks notwendigen Mittel werden in erster Linie aus Beiträgen und Spenden aufgebracht.
Jede parteipolitische Betätigung und jeder parteipolitische Anschluss sind der Kompanie verboten.
Über den Beitritt der Kompanie zu Verbänden oder Organisationen entscheidet die Mitglie-derversammlung.
Die Kompanie ist Mitglied im Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien.
§ 3 Gemeinnützigkeit
Die Kompanie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Die Kompanie ist selbstlos tätig, sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel der Kompanie dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Kompanie.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Kompanie fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
§ 4 Mitgliedschaft, Aufnahme und Ende der Mitgliedschaft
Die Kompanie besteht aus
- aktiven Mitgliedern
- Marketenderinnen
- passiven Mitglieder und
- Ehrenmitglieder.

Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die bereit ist sich als Mitglied für den Zweck der Kompanie einzusetzen.
Aktive Mitglieder sind alle Männer, die regelmäßig in Montur als Schützen, beim Spielmannszug oder der Stadtkapelle an den Ausrückungen teilnehmen, Taferlbuben sind keine Mitglieder. Marketenderinnen sind ledige und kinderlose Frauen, die in der Isarwinkler Tracht bei Ausrückungen die Kompanie als Marketenderinnen begleiten und auch sonst am Kompanieleben teilnehmen. Passive Mitglieder sind alle, die durch die Zahlung ihres Beitrages und durch andere Unterstützung sowie durch die Teilnahme an Veranstaltungen ohne Montur den Zweck der Kompanie unterstützen.
Der Antrag auf Aufnahme in die Kompanie ist schriftlich bei der Hauptmannschaft einzureichen. Über die Aufnahme entscheidet die Hauptmannschaft. Eine Ablehnung ist dem Antragsteller schriftlich mitzuteilen, die Verpflichtung zur Angabe von Gründen besteht nicht.

Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod, durch Austritt oder durch Ausschluss aus der Kompanie.
Der Austritt ist schriftlich gegenüber der Hauptmannschaft zu erklären.
Ausschlussgründe sind insbesondere,
- wenn ein Mitglied trotz schriftlicher Mahnung die Mitgliedsbeiträge für zwei Jahre nicht entrichtet hat,
- wenn durch das unehrenhafte oder unwürdige Verhalten des Mitgliedes das Ansehen und den Ruf der Kompanie und/oder der Gebirgsschützen gefährdet werden kann oder
- wenn das Mitglied gegen die Satzung verstößt.
Über den Ausschluss entscheidet die Hauptmannschaft.
Gegen die Ablehnung der Aufnahme und gegen den Ausschluss kann Berufung zur nächsten Mitgliederversammlung eingelegt werden.

§ 5 Ehrenmitgliedschaft
Aktive und passive Mitglieder können, wenn sie sich um die Kompanie besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitglieder ernannt werden. Über die Ehrenmitgliedschaft entscheidet eine Mitgliederversammlung auf Vorschlag der Hauptmannschaft. Über die Ernennung zum Ehren-Tambourmajor entscheidet der Spielmannszug in einer Versammlung seiner Mitglieder alleine, vorschlagsberechtigt sind alle aktiven Mitglieder des Spielmannszuges.
Folgende Ränge der Ehrenmitgliedschaft können vergeben werden:
- Ehren-Hauptmann
- Ehren-Leutnant
- Ehren-Tambourmajor
- Ehrenmitglied
Ehren-Hauptmann und Ehren-Tambourmajor kann nur werden, wer vorher diesen Rang oder diese Funktion aktiv inne hatte. Zum Ehrenleutnant kann jedes Mitglied der Hauptmannschaft auf Vorschlag der Hauptmannschaft durch einen Beschluss der Mitgliederversammlung ernannt werden. Ehren-Hauptmann, -Leutnant und -Tambourmajor tragen die Rangabzeichen der entsprechenden Chargen. Die Ehrenmitglieder dürfen goldenes Eichenlaub am Kragen und doppelten Spielhahnstoß tragen.
§ 6 Spielmannszug
Die Mitglieder des Spielmannszuges sind Mitglieder der Kompanie. Die Ausbildung und Führung obliegen dem Tambourmajor und seinem Stellvertreter im Einvernehmen mit der Hauptmannschaft. Der Tambourmajor und sein Stellvertreter werden vom Spielmannszug in einer eigenen Mitgliederversammlung gewählt, sie werden von der Mitliederversammlung der ganzen Kompanie bestätigt. Bei Ablehnung ist durch den Spielmannszug neu zu wählen. Für die Wahlen gelten die Bestimmungen für Offiziere.
§ 7 Mitgliedsbeiträge
Von den Mitgliedern wird ein Jahresbeitrag erhoben, dessen Höhe die Mitgliederversammlung festsetzt.
Ehrenmitglieder nach § 4 und Marketenderinnen sind von den Mitgliedsbeiträgen befreit.
§ 8 Organe der Kompanie
Organe der Kompanie sind die Hauptmannschaft und die Mitgliederversammlung.
§ 9 Hauptmannschaft
Die Hauptmannschaft besteht aus den folgenden Chargen:
- Dem Hauptmann als Chef der Kompanie
- Dem Hauptmann-Stellvertreter im Range eines Leutnants
- Dem Kassier
- Dem Schriftführer
   sowie
- Dem Fähnrich der neuen Fahne
- Dem Waffenwart
- Dem Tambourmajor
- Dem Tambourmajor-Stellvertreter
Bei Ausrückungen benennt der Kompaniechef Mitglieder der Hauptmannschaft zu Flügelchargen, diese sorgen bei der Fahnenabordnung der alten Fahne und auf Höhe der letzten Reihe für Ordnung in der Marschordnung und tragen das Gewehr am Riemen umgehängt. Bei den Ausrückungen unterstützen sie den Hauptmann oder seinen Stellvertreter beim sauberen Auftreten der Kompanie insbesondere durch ihre Arbeit als Flügelchargen beim Marsch.
Die Hauptmannschaft wird von der Mitgliederversammlung auf drei Jahre gewählt. Die Mitglieder der Hauptmannschaft bleiben auch nach dem Ablauf ihrer Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt. Sie alle haben Sitz und je eine Stimme in der Hauptmannschaft. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Hauptmannschaftsmitgliedes ist bei der nächsten Mitgliederversammlung für den Rest der Wahlperiode ein Nachfolger zu wählen, bis zur Versammlung übernehmen der Hauptmann oder sein Stellvertreter das Amt kommissarisch. Die Hauptmannschaft ist für alle Angelegenheiten der Kompanie zuständig, die nicht durch diese Satzung der Mitgliederversammlung vorbehalten sind. Rechtsgeschäfte mit einem Betrag über 1000 Euro sind für die Kompanie nur verbindlich, wenn die Hauptmannschaft zugestimmt hat.
Für die Sitzung der Hauptmannschaft sind die Mitglieder vom Hauptmann, bei seiner Verhinderung von seinem Stellvertreter, rechtzeitig, jedoch mindestens drei Tage vorher einzuladen. Die Hauptmannschaft ist beschlussfähig, wenn mindestens fünf Mitglieder, darunter mindestens der Hauptmann oder sein Stellvertreter, der Kassier oder der Schriftführer anwesend sind. Die Hauptmannschaft entscheidet mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Über die Sitzung der Hauptmannschaft ist vom Schriftführer ein Protokoll aufzunehmen.

Den gesetzlichen Vorstand im Sinne des § 26 BGB bilden der Hauptmann, sein Stellvertreter, der Kassier und der Schriftführer. Je zwei Mitglieder dieses Vorstands, darunter der Hauptmann oder sein Stellvertreter, vertreten die Schützenkompanie gemeinsam gerichtlich und außergerichtlich.

Der Hauptmann leitet die Geschäfte und ist Chef und Führer der Kompanie. Er beruft die Sitzungen der Hauptmannschaft und die Mitgliederversammlungen ein und leitet sie.
Der Hauptmann trägt als Rangabzeichen die weiß-blaue Straußenfeder sowie Schulterstücke (Achselstücke) entsprechend der Vorschriften für die Wehrmacht aus mehreren nebeneinander liegenden silbernen Pattschnüren auf dunkelgrünem Grund mit zwei goldenen Sternen.

Der Leutnant vertritt den Hauptmann in allen Belangen bei dessen Verhinderung (Hauptmann-Stellvertreter). Im können durch Beschluss der Hauptmannschaft besondere Aufgaben übertragen werden. Der Leutnant trägt als Funktionsabzeichen im Stellvertretungsfall für den Hauptmann je eine weiße und eine blaue Straußenfeder sowie als Rangabzeichen Schulterstücke (Achselstücke) entsprechend der Vorschriften für die Wehrmacht aus mehreren nebeneinander liegenden silbernen Pattschnüren auf dunkelgrünem Grund ohne Sterne.

Die Offiziere tragen einen Säbel bayerischer Bauart mit silbernem Portepee und weiße Handschuhe.

Der Schriftführer erledigt die schriftlichen Arbeiten der Schützenkompanie, er führt die Chronik und die Mitgliederliste. Er legt in den ordentlichen Mitgliederversammlungen einen Jahresbericht über die Aktivitäten der Schützenkompanie vor und informiert über den Mitgliederstand.

Der Kassier ist für alle Geldein- und -ausgänge, insbesondere für die Erhebung der Mitg-liedsbeiträge zuständig, er verwaltet das Kompanievermögen. Der Kassier hat über die Kas-sengeschäfte Buch zu führen und eine Jahresrechnung zu erstellen.
Zahlungen dürfen nur aufgrund von Auszahlungsanordnungen des Hauptmannes oder - bei dessen Verhinderung - des Stellvertreters geleistet werden.

Der Fähnrich der neuen Fahne und der Fähnrich der alten Fahne tragen als Funktionsabzeichen je eine weiße und eine blaue Straußenfeder sowie weiße Handschuhe. Die Fähnriche haben die Verantwortung für die sichere und ordentliche Verwahrung und Pflege jeweils ihrer Kompaniefahne.

Der Waffenwart ist zuständig für die sichere und ordentliche Verwahrung aller Dinge, die im Eigentum der Kompanie sind und in der Waffenkammer verwahrt werden, insbesondere der Waffen, der Ehrengaben und der schriftlichen Unterlagen, soweit sie nicht zur Bearbeitung beim Kassier, Schriftführer oder einem anderen Mitglied der Hauptmannschaft sind. Er gibt die kompanieeigenen Ausrüstungsgegenstände, insbesondere Gewehre, Schützenröcke und Hüte aus und fordert sie wieder ein. Er führt über die Ausgaben von Röcken, Hüten und ähnlichen Ausrüstungsgegenständen Buch. In Bezug auf die Waffen und die ausgegebene Munition ist er gegenüber jedem Schützen weisungsbefugt.

Der Tambourmajor trägt als Funktionsabzeichen je eine weiße und eine blaue Straußenfeder, weiße Handschuhe sowie silber-blaue Schwalbennester mit silbernen Fransen.

Der Tambourmajor-Stellvertreter trägt als Funktionsabzeichen im Stellvertretungsfall für den Tambourmajor je eine weiße und eine blaue Straußenfeder sowie weiße Handschuhe.

Als Funktionsabzeichen tragen alle Mitglieder der Hauptmannschaft den doppelten Spielhahnstoß. Sie tragen -außer dem Hauptmann und dem Leutnant- keine Rangabzeichen sondern goldenes Eichenlaub am Kragen.

§ 10 Mitgliederversammlungen
Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:
- Entgegennahme der Berichte von Hauptmann, Schriftführer und Kassier,
- Genehmigung der Jahresrechnung
- Festsetzung der Höhe des Jahresbeitrags,
- Wahl und Abberufung der Mitglieder der Hauptmannschaft, des Fähnrichs der alten Fahne und der Kassenprüfer
- Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und über die Auflösung der Kompanie,
- Beschlussfassung über die Berufung gegen einen Beschluss der Hauptmannschaft über einen abgelehnten Aufnahmeantrag und über einen Ausschluss.
Zum Schützenjahrtag traditionell Ende April findet einmal jährlich eine ordentliche Mitglie-derversammlung statt. In dieser Mitgliederversammlung geben der Hauptmann, und der Schriftführer ihren Jahresbericht und der Kassier die Jahresrechnung über das abgelaufene Geschäftsjahr ab. Die Jahresrechnung ist von zwei Kassenprüfern, die jeweils auf drei Jahre gewählt werden, zu prüfen.
Die Jahresrechnung ist der ordentlichen Mitgliederversammlung zur Genehmigung vorzulegen, es ist dann über die Entlastung der gesamten Hauptmannschaft abzustimmen. Der Tambourmajor gibt jährlich in einer Versammlung des Spielmannszuges seinen Bericht ab, die gesamte Hauptmannschaft ist zu dieser Versammlung eingeladen. Alle drei Jahre findet eine ordentliche Mitgliederversammlung mit Neuwahlen statt. In dieser geben der Hauptmann, der Kassier, der Schriftführer und die Kassenprüfer einen Bericht über die abgelaufene Wahlperiode ab, es ist über die Entlastung der Hauptmannschaft und der Kassenprüfer abzustimmen. Über die Beschlüsse der ordentlichen Mitgliederversammlungen ist ein Bericht zu fassen. Es muss innerhalb von drei Monaten eine Mitgliederversammlung einberufen werden, wenn das nach Beschluss der Hauptmannschaft im Interesse der Kompanie erforderlich ist oder wenn die Einberufung von einem Fünftel der Mitglieder unter Angabe des Zwecks und der Gründe von der Hauptmannschaft schriftlich verlangt wird.
Zu den Mitgliederversammlungen ist mindestens eine Woche vorher schriftlich oder im Tölzer Kurier einzuladen. Dabei ist die vorgesehene Tagesordnung mitzuteilen. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die erst in der Versammlung gestellt werden, beschließt die Mitgliederversammlung. Beschlussfähig ist jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung.
§ 11 Wahlen und Abstimmungen
Alle Mitglieder (§3) ab 16 Jahren haben bei Wahlen und Abstimmungen eine Stimme. Zu Kassenprüfern können alle volljährigen Mitglieder gewählt werden, zu Mitgliedern der Hauptmannschaft und zum Fähnrich der alten Fahne nur volljährige aktive Mitglieder. Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, entscheidet bei Wahlen und Abstimmungen die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen, Stimmenthaltungen bleiben außer Betracht.
Ist der Wählerwille nicht erkennbar, so ist der Stimmzettel ungültig. Wahlen erfolgen für jeden Chargen, den Fähnrich der alten Fahne und die Kassenprüfer einzeln, bei den Wahlen von Waffenwart, den Fähnrichen und Kassenprüfern ist eine offene Wahl (durch Handzeichen) möglich, wenn kein anwesender Wahlberechtigter widerspricht und es nur einen Kandidaten für das Amt gibt. Abstimmungen müssen geheim durchgeführt werden, wenn ein anwesendes Mitglied dies beantragt. Bei Abstimmungen ist bei Stimmengleichheit der Antrag abgelehnt, bei Wahlen ist bei Stimmengleichheit eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen durchzuführen.
Bei Wahlen kann die Versammlungsleitung für die Dauer des Wahlgangs und der vorhergehenden Aussprache einem Wahlausschuss übertragen werden.
Über den Verlauf der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift aufzunehmen. Die Niederschrift soll Ort und Zeit der Versammlung, die Zahl der erschienenen Mitglieder, die Person des Versammlungsleiters, die Tagesordnung, die Beschlüsse, die Abstimmungsergebnisse und die Art der Abstimmung enthalten.
§ 12 Montur und Ausrüstung
Zu den Ausrückterminen und sonstigen Terminen, bei denen die Montur getragen wird, ist folgende Montur vorgeschrieben:

- Schützenrock aus einheitlichem braunen Tuch/Loden mit silberfarbenen durchlöcherten Knöpfen und Stehkragen entsprechend dem getragenen Muster mit grüner Schützenschnur rechts (entsprechend den Vorgaben des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien dürfen höchstens drei Eicheln des Bundesschießens an der Schützenschnur getragen werden); weiß-blaue Armbinde mit goldfarbenem Stadtwappen; silberfarbenes Eichenlaub am Kragen; Mitglieder des Spielmannszuges mit silberfarbenen-blauen Schwalbennestern. Es werden an der Montur nur vom Bundespräsidenten oder den Ministerpräsidenten der Länder gestiftete Orden und Ehrenzeichen (vgl. Gesetz über Orden und Ehrenzeichen), Medaillen und Ehrenzeichen des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien und der Bünde der Alpenregion in der jeweils höchsten verliehenen Stufe und Auszeichnungen der Kompanie einzeln oder als Ordensspangen getragen, Festzeichen nur vom aktuellen oder letzten Ausrücken.
- weißes Trachtenhemd mit Umlegekragen mit schwarzer Samtschleife
- Schwarze Lederbundhose mit Hosenträgern mit Steg
- naturweiße Strümpfe
- schwarze Haferlschuhe
- schwarzer Schützenhut (nicht eingedrückter Stopselhut) mit goldener Schnur und einfacher Spielhahnfeder, Hutschmuck aus natürlichen einheimischen Blumen; bei Trauer nur Grünzeug.
- Grüne Trachtenweste für die Mitglieder des Spielmannszuges
- historische Gewehre oder Doppelflinte (Zwilling)
- Pioniere tragen den Lederschurz und die Flößerhack (wird links getragen)
- Fahnenbegleiter tragen das Gewehr an der Seite zur Fahne am Riemen geschultert, sie werden vom jeweiligen Fähnrich bestimmt
- keine langen Haare oder sichtbarer (Mode-) Schmuck wie Ohrringe, Nasenstecker, …
- Marketenderinnen tragen das Seidenmieder nach Isarwinkler Form, bei kirchlichen Ausrückungen (Jahrtag, Fronleichnam, …) mit Fransentuch und Blumenhorn, bei den anderen Ausrückungen das Musiktuch mit dem Schnapsfass mit dem Riemen über der Schulter. Sie sollen nur natürliche dezente Schminke tragen.

Die Ausgabe der kompanieeigenen Ausrüstungsgegenstände erfolgt in der Regel kurz vor der Aufstellung oder der Busabfahrt durch den Waffenwart oder einen Vertreter. Die ausgegebenen Gegenstände sind unverzüglich nach dem Ausrücken in sauberen Zustand zurückzugeben, jedes Mitglied ist für alle im überlassenen Gegenstände (Gewehre, Schützenröcke, …) verantwortlich und haftet dafür.

§ 13 Waffen, Munition und Salutschießen
Beim Salutschießen sind evtl. Auflagen der zuständigen Behörden zu beachten. Insbesondere gilt Folgendes:

- Die Salutwaffen müssen in einwandfreiem Zustand und betriebssicher sein.
- Scharfe Munition darf nicht mitgeführt werden.
- Die Schusswaffen dürfen während des gesamten Ausrückens, dem Zu- und Abweg nur ungeladen mitgeführt werden. Waffenrechtliche Bestimmungen für den Transport sind zu beachten.
- Es darf nur unter Aufsicht und Anweisung des Hauptmanns oder seines Vertreters geladen, entsichert, geschossen und entladen werden. Ladehemmungen und Versager sind sofort zu melden.
- Salutmunition wird durch den Waffenwart oder einen Vertreter nur auf Anordnung des Hauptmanns oder seines Vertreters beschafft und ausgegeben, nicht verbrauchte Munition ist sofort an den Waffenwart zurückzugeben.
- Während sich die Kompanie in Bewegung befindet, darf nicht geschossen werden.
- Während der Abgabe des Saluts sind die Schusswaffen steil nach oben zu halten. Eine Gefährdung Dritter ist auszuschließen.
- Mitglieder der Kompanie, die über diese den Bedarf für eine Waffe nachgewiesen haben, müssen mindestens einmal im Jahr an einer Waffenunterweisung teilnehmen. Bei Zuwiderhandlung kann dies zu einer Aberkennung des Bedürfnisses nach den waffen-rechtlichen Bestimmungen führen.

§ 14 Satzungsänderungen
Satzungsänderungen können nur in einer Mitgliederversammlung beschlossen werden, in der diese Abstimmung in der Einladung angekündigt wurde, für eine Satzungsänderung ist eine 2/3-Mehrheit der Anwesenden notwendig. Satzungsänderungen sind dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Satzungsänderungen, die gemeinnützige Zwecke dieser Satzung betreffen, bedürfen der Einwilligung des zuständigen Finanzamtes.
§ 15 Auflösung der Kompanie
Die Auflösung der Kompanie kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen Mitgliederver-sammlung beschlossen werden. Zur Auflösung der Kompanie ist eine Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen Stimmen erforderlich. Bei Auflösung der Kompanie oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Kompanie und das gesamte Inventar an den Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien zur Förderung der Bayerischen Kultur, der Heimatpflege und des Brauchtums. Bei einer evtl. Kompaniewiedergründung hat der Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien die noch vorhandenen Gegenstände an die neue Kompanie zur Unterstützung der Wiedergründung zurückzugeben.